Pressespiegel Fussball allgemein

Die weite Fussballwelt ausserhalb des FCSG
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dimitri1879
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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon dimitri1879 » 23.01.2019 10:13

Mythos hat geschrieben:
dimitri1879 hat geschrieben:
Ben King hat geschrieben:
Mythos hat geschrieben:Viermal mehr Fans als Frankreich: Wir sind in Sachen Zuschauern in den «Top 3» Europas

https://www.blick.ch/-id15127968.html?u ... ck_app_iOS


1.33 Zuschauer auf 1000 Einwohner, who cares, ein typischer Blickbericht, der alles verdreht und verfälscht. :bowl: Für mich zählen nur die Anzahl Zuschauer in einem Stadion und diesbezüglich stehen wir in Europa auf Platz 11.

du weisst aber schon, dass 1.5 mio zuschauer pro saison in einem land mit 3 millionen einwohnern besser ist, als 3 mio zuschauer pro saison in einem land mit 10 millionen einwohnern. oder? ;)

ohne den bericht gelesen zu haben; mmn nur aussagekräftig wenn mind. die stadionauslastung, die bevölkerungszahl und die kaufkraft bei solchen vergleichen miteinbezogen wird.


Kaufkraft? Dann müsstest du die Eintrittspreise aber auch miteinrechnen. ;)

logo. geht mir einfach darum, dass man doch nicht einfach totale zahlen nehmen kann und dann das gefühl haben, die mit anderen ländern, welche viel grösser, mehr bevölkerung, grössere stadien, etc. haben zu vergleichen. macht ja mal null sinn.

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poohteen
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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon poohteen » 25.01.2019 23:44

Voila! Da dürfen sich jetzt wieder einige von euch aufregen über den Sexismus in diesem Beitrag!

https://www.20min.ch/schweiz/news/story ... --17625300
Wir Menschen wechseln heutzutage alles bis auf eines: die Weltanschauung, die Religion, die Ehefrau oder den Ehemann, die Partei, die Wahlstimme, die Freunde, die Feinde, das Haus, das Auto, die literarischen, filmischen oder gastronomischen Vorlieben, die Gewohnheiten, die Hobbys, unsere Arbeitszeiten, alles unterliegt einem zum Teil sogar mehrfachen Wandel, der sich in unserer schnelllebigen Zeit rasch vollzieht. Das einzige, wo wir anscheinend keine Veränderung zulassen, ist der Fussballverein, zu dem man von Kindesbeinen an hält. Javier Marias - Alle unsere frühen Schlachten

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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon ofirofir » 26.01.2019 18:38

poohteen hat geschrieben:Voila! Da dürfen sich jetzt wieder einige von euch aufregen über den Sexismus in diesem Beitrag!

https://www.20min.ch/schweiz/news/story ... --17625300

hat er irgendwas von titten gesagt? aber ich hab den beitrag damals gesehen und ich bin heute noch traumatisiert......und damit jetzt keiner auf die idee kommt, ich sei auch so ein sexist: solch dämliche anzeigen bewirken höchstens, dass man echte Problemfälle nicht mehr ernst nimmt. wenn ein chef seine position ausnützt ist das zb was ganz anders, aber das hier ist null und nix.

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Mythos
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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon Mythos » 29.01.2019 05:30

Spieler des Spieltags: Nico Elvedi - Nachwuchsführungskraft
http://www.11freunde.de/node/430310
Obiger Inhalt entspricht zu mindestens 1879% Zuschis stets legendärer Meinung.

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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon Mythos » 29.01.2019 22:42

Obiger Inhalt entspricht zu mindestens 1879% Zuschis stets legendärer Meinung.

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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon hutch » 02.02.2019 16:48

"Anarchie auf Rädern" - der Start zu einer bestimmt wundervollen Kampagne.

https://www.blick.ch/news/schweiz/droge ... 49057.html
Ungepflegt arrogant

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poohteen
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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon poohteen » 02.02.2019 20:33

hutch hat geschrieben:"Anarchie auf Rädern" - der Start zu einer bestimmt wundervollen Kampagne.

https://www.blick.ch/news/schweiz/droge ... 49057.html

Ich frag jetzt mal ganz naiv und ignorant bei einem anerkannten Experten, was davon stimmt und was nicht stimmt.
Wir Menschen wechseln heutzutage alles bis auf eines: die Weltanschauung, die Religion, die Ehefrau oder den Ehemann, die Partei, die Wahlstimme, die Freunde, die Feinde, das Haus, das Auto, die literarischen, filmischen oder gastronomischen Vorlieben, die Gewohnheiten, die Hobbys, unsere Arbeitszeiten, alles unterliegt einem zum Teil sogar mehrfachen Wandel, der sich in unserer schnelllebigen Zeit rasch vollzieht. Das einzige, wo wir anscheinend keine Veränderung zulassen, ist der Fussballverein, zu dem man von Kindesbeinen an hält. Javier Marias - Alle unsere frühen Schlachten

verde bianco
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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon verde bianco » 02.02.2019 22:46

poohteen hat geschrieben:
hutch hat geschrieben:"Anarchie auf Rädern" - der Start zu einer bestimmt wundervollen Kampagne.

https://www.blick.ch/news/schweiz/droge ... 49057.html

Ich frag jetzt mal ganz naiv und ignorant bei einem anerkannten Experten, was davon stimmt und was nicht stimmt.


Es stimmt einiges was drin steht, aber betreffen tut das die wenigsten, denn in einem extrazug sind ja nicht nur ultras und hools, sondern auch ganz normale Allesfahrer.

Was die Statistiken angeht: Zahlen sind schön und gut, beschreiben aber niemals alles was vorgefallen ist, das sind für mich einfach nur zahlen um massenweise Geld ausgeben zu können für unnütze Polizeieinsätze. (siehe wawe in Zürich, gummi im Anschlag in Basel etc.)

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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon ofirofir » 02.02.2019 22:52

poohteen hat geschrieben:
hutch hat geschrieben:"Anarchie auf Rädern" - der Start zu einer bestimmt wundervollen Kampagne.

https://www.blick.ch/news/schweiz/droge ... 49057.html

Ich frag jetzt mal ganz naiv und ignorant bei einem anerkannten Experten, was davon stimmt und was nicht stimmt.

Ich frag auch mal naiv: hutch, guckst du eigentlich auch mal ganz banal fussball?

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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon appenzheller » 03.02.2019 15:43

Die geballte Fussballkompetenz mit dem Clown auf dem Uetliberg: :D
https://www.nau.ch/sport/fussball/johan ... z-65477847
go hard, or go home!

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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon liha » 08.02.2019 17:11


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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon appenzheller » 26.02.2019 14:05

go hard, or go home!

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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon Furby » 26.02.2019 14:11

appenzheller hat geschrieben:https://m.tagesanzeiger.ch/undefined/articles/12724192

:D


Mir geht langsam das Popcorn aus.

:pop:
Pro Unwort des Jahres: Rekordmeister

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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon Luigi » 26.02.2019 14:59

appenzheller hat geschrieben:https://m.tagesanzeiger.ch/undefined/articles/12724192

:D

Habe ich das richtig verstanden, die haben dafür bezahlt, dass ihr Kind bei GC beim grössten Scheissverein spielen dürfen und zusätzlich gefördert werden? Früher sprach man noch von Rabeneltern. Heute wäre die Bezeichnung Hoppereltern wohl angebrachter.

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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon Platzwart » 26.02.2019 15:34

Luigi hat geschrieben:
appenzheller hat geschrieben:https://m.tagesanzeiger.ch/undefined/articles/12724192

:D

Habe ich das richtig verstanden, die haben dafür bezahlt, dass ihr Kind bei GC beim grössten Scheissverein spielen dürfen und zusätzlich gefördert werden? Früher sprach man noch von Rabeneltern. Heute wäre die Bezeichnung Hoppereltern wohl angebrachter.

So wie du das hier formuliert hast, wäre das eigentlich ein Fall für die KESB :eek:
Ei Stadt, ein Verein, ei Liebi. NUR DER FCSG!

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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon suedespe » 26.02.2019 16:43

appenzheller hat geschrieben:https://m.tagesanzeiger.ch/undefined/articles/12724192

:D


Auf die einte Seite witzig weil es zur momentanen Aussendarstellung von GC passt, andererseits sind wir da auch nicht ganz koscher wenn man 2-3 Jahre zurückdenkt.
Some people think football is a matter of life and death. I assure you, it's much more serious than that
Bill Shankly

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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon poohteen » 26.02.2019 18:05

suedespe hat geschrieben:
appenzheller hat geschrieben:https://m.tagesanzeiger.ch/undefined/articles/12724192

:D


Auf die einte Seite witzig weil es zur momentanen Aussendarstellung von GC passt, andererseits sind wir da auch nicht ganz koscher wenn man 2-3 Jahre zurückdenkt.

Wollte gerade sagen. Bei uns haben die "Eltern" niemanden bestechen müssen, weil sie gleich den Verein unterwandert und ihre Lakaien als Trainer platziert haben. :roll: :mad:
Wir Menschen wechseln heutzutage alles bis auf eines: die Weltanschauung, die Religion, die Ehefrau oder den Ehemann, die Partei, die Wahlstimme, die Freunde, die Feinde, das Haus, das Auto, die literarischen, filmischen oder gastronomischen Vorlieben, die Gewohnheiten, die Hobbys, unsere Arbeitszeiten, alles unterliegt einem zum Teil sogar mehrfachen Wandel, der sich in unserer schnelllebigen Zeit rasch vollzieht. Das einzige, wo wir anscheinend keine Veränderung zulassen, ist der Fussballverein, zu dem man von Kindesbeinen an hält. Javier Marias - Alle unsere frühen Schlachten

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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon appenzheller » 26.02.2019 18:56

poohteen hat geschrieben:
suedespe hat geschrieben:
appenzheller hat geschrieben:https://m.tagesanzeiger.ch/undefined/articles/12724192

:D


Auf die einte Seite witzig weil es zur momentanen Aussendarstellung von GC passt, andererseits sind wir da auch nicht ganz koscher wenn man 2-3 Jahre zurückdenkt.

Wollte gerade sagen. Bei uns haben die "Eltern" niemanden bestechen müssen, weil sie gleich den Verein unterwandert und ihre Lakaien als Trainer platziert haben. :roll: :mad:

Dann haben der Marco und der Murat wohl einen Donato(r). :D
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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon Mythos » 02.03.2019 05:40

Wie ein Beinahe-FIFA-Boss die Welt beschwindelte
Vorsicht vor Vega!

http://m.11freunde.de/artikel/wie-ein-b ... cebook.com
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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon appenzheller » 02.03.2019 08:07

Die Skype-Stunden mit Lucien reichen wohl doch nicht, der Stuhl vom Schreihals im Letzi wackelt. Zwerg Zwack gibt ihm wohl noch das Lugano-Spiel als Bewährung. :D
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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon Pacon » 11.03.2019 13:08

Spannendes Interview

Ausgespielt!
Was geschieht mit einer Mannschaft, wenn der ­Trainer entlassen wird? Ex-Profi Kay Voser schreibt über Verlustängste und Spieler, die gegen den eigenen Chef spielen.

So fühlt es sich also an, wenn du zu den Verlierern gehörst. Über Nacht hat sich das Trainingsgelände des FC Fulham in ein Tollhaus verwandelt. Laute Musik und Gesang dröhnen aus der Garderobe. Ein Teamkollege kommt mir fast schon tanzend entgegen und brüllt: «Kay, weisst du es schon? Magath wurde entlassen – die Medizinbälle hat er gleich mitgenommen!»

Für den Grossteil der Mannschaft hätte dieser neblige Morgen in New Malden offenbar nicht besser beginnen können. Aber als ich mich auf meinen Platz setze, stupst mich mein Sitznachbar an. «Wir sind am Arsch. Bestimmt möchten die uns gleich mit in die Wüste schicken», flüstert der junge Deutsche, der wie ich von Felix Magath zu Fulham geholt worden ist. Mein Magen zieht sich zusammen.

«Ich habe sie immer gespürt, wenn ein neuer Trainer gekommen ist: die Angst zu versagen. Dieses Gefühl, nicht gut genug zu sein.»
Kay Voser

So ist das, wenn ein Fussballclub seinen Trainer wechselt, ich weiss es aus eigener Erfahrung: Es gibt im Team neben ein paar Gewinnern auch Verlierer. Spielerkarrieren können durch einen Trainerwechsel so richtig lanciert werden – oder aber zerstört.

Als ich bei Fulham auf die erste Sitzung mit dem neuen Trainer warte, wird mir bewusst: Jetzt ist es wohl vorbei. Mein Förderer ist weg. Unter ihm hätte ich mich durchgesetzt, mit ihm wäre ich in England durchgestartet. Jetzt muss ich in einem fremden Land ohne jeden Kredit von vorne anfangen.

Die Angst beim neuen Trainer zu versagen

Die Gemütslage eines Fussballprofis ist sowieso schon extremen Schwankungen ausgesetzt. Siege und Niederlagen haben direkten Einfluss. Wird der Coach gefeuert, verstärkt sich dieses Auf und Ab zusätzlich. Da kippt die Stimmung im Team meist auf einen Schlag drastisch. Sind einige Spieler noch Tage nach der Entlassung euphorisch, würden sich andere am liebsten in ihrem Spind verkriechen, um ihr Leid zu verbergen.

Natürlich spricht kein Spieler ehrlich über solche Situationen, weil keiner gerne Schwächen eingesteht. Aber ich habe sie immer gespürt, wenn ein neuer Trainer gekommen ist: die Angst zu versagen. Dieses Gefühl, nicht gut genug zu sein, immer wieder frisch von vorne anfangen zu müssen und nie am Ziel anzukommen.

Kay Voser im Dress von Fulham. Bild: Getty

Logisch, dass jene Spieler ihre Chance wittern, die unter dem alten Trainer wenig oder gar nicht eingesetzt wurden. Gerade sie sprühen nach einem Wechsel vor Tatendrang. In den Trainingsspielen ist die Intensität schon fast so hoch wie in einem Spiel der Champions League.

Was sich aber wie in den meisten Fällen nicht ändert, ist der sportliche Erfolg oder Misserfolg. Vor allem werden bestehende Grüppchen und Spannungen im Team auch mit einem Trainerwechsel nicht gelöst. Ja, manchmal werden die Fronten innerhalb des Teams durch einen neuen Mann sogar noch verhärtet.

Magaths Nachfolger bei Fulham macht bereits im ersten Training klar, dass er kein Fan seines Vorgängers ist. Sogleich teilt er die Mannschaft in zwei Gruppen auf: Ich muss wie fast alle anderen deutschsprachigen Mitspieler Fünf gegen Fünf trainieren. Währenddessen arbeitet der Rest mit dem neuen Coach taktisch. In diesem Moment wünsche ich mir, ich hätte ein paar Monate früher Basel nicht verlassen.

Wie ein Trainer den Rückhalt verliert

Es gibt viele Arten, wie ein Trainer den Rückhalt im Verein verlieren kann. Ganz abgesehen davon, dass einem Wechsel meist ausbleibender Erfolg vorausgeht.

Bei Magath wird mir schnell klar, dass die meisten Spieler Mühe mit seiner zynischen und leicht arroganten Art bekunden. Einmal lässt er uns nach einer Niederlage eine Stunde lang in hohem Tempo um den Platz rennen. Danach fragt er einen jungen Ersatzspieler: «Bist du etwa schon müde?» Als der seine Unsicherheit mit einem kräftigen «Nein» überspielt, antwortet er sichtlich amüsiert: «Gut, dann trainieren wir alle am Nachmittag nochmals.»

«Der Captain fragt uns, ob jemand unter dem Trainer noch glücklich sei? Die wenigen, die noch zu Magath stehen, trauen sich nicht, die Hand zu heben. Auch ich nicht.»
Kay Voser

In einem anderen Club setzt sich der Trainer bei einem Plauschspiel wie ein trotziger Junge einfach auf den Ball, nachdem er glaubt, gefoult worden zu sein. An diesem Tag verliert er den Respekt der Mannschaft – drei Wochen später ist er auch seinen Job los.

Und richtig gefährlich wird es, wenn die erfahrenen Spieler unzufrieden sind. Dann bringen auch Siege nichts.

Wie beim FC Basel unter Murat Yakin. Auf dem Platz eilen wir von Erfolg zu Erfolg. Aber daneben häufen sich die Schlagzeilen, im Club herrscht Unruhe. Wären es nicht verdiente Spieler, die sich bei der Clubführung über Yakin beklagen, der Verein würde wohl nichts unternehmen. So aber muss er den Meistertrainer freistellen, um die Stimmung im Team zu retten.

Und ich? Werde kurz zum Gewinner. Einen Tag nach der Bekanntgabe, dass Yakin Ende Saison gehen muss, stellt er mich überraschend in die Startformation. Dafür lässt er zwei andere Spieler kurzerhand draussen. Es ist sein letzter, kleiner Racheakt, bevor er seinen Posten räumen muss.

Die Vorboten einer Entlassung

Als Spieler kennst du viele Vorboten einer Trainerentlassung. Interna dringen nach draussen, Führungsspieler beschweren sich nicht nur in der Kabine sondern auch anonym bei Journalisten über den Trainer. Plötzlich will der Verein Profis loswerden, die unter dem aktuellen Coach eine wichtige Rolle haben. Und dann sind da noch die Spielerberater, die ihren Klienten brühwarm erzählen, schon bald stehe ein neuer Übungsleiter an der Seitenlinie.

Das alles hat auch Einfluss auf die Stimmung innerhalb der Mannschaft. Und ja, es kommt vor, dass ein Team – oder zumindest einige Spieler – gegen den Trainer spielen. Jedenfalls erlebe ich so eine Partie: Drei Niederlagen in Serie haben aus der Begegnung ein Schicksalsspiel gemacht. Kein Tag ist zuvor ohne negative Schlagzeilen vergangen, die Clubführung steht unter Druck.

Trotzdem spüre ich vor dem Anpfiff das Feuer im Team. Auch als wir 1:3 zurückliegen, spielen wir nicht schlecht. Da passiert es: Einer von uns verliert ohne Not den Ball in der eigenen Hälfte – Tor. Anstoss, Rückpass, wieder verliert einer den Ball – Tor. Danach frage ich mich wirklich, ob einige absichtlich schlecht gespielt haben, weil sie dem Club mit einem 1:5 den Entscheid über den Trainer deutlich vereinfachen.

Bei Fulham gibt es sieben Tage vor Magaths Entlassung eine Spielersitzung. Der Captain fragt uns, ob jemand unter dem Trainer noch glücklich sei? Die wenigen, die noch zu Magath stehen, trauen sich nicht, die Hand zu heben. Auch ich nicht. Es wäre unklug, sich gegen die Mehrheit der Mitspieler zu stellen, wenn der Trainer in ein paar Tagen sowieso weg sein könnte.

Nach der Sitzung geht der Captain zur Vereinsführung. Eine Niederlage später wird Magath freigestellt, die Party in der Garderobe kann steigen. Es ist der 18. September 2014.

Seither hat Fulham weitere fünfmal den Trainer gewechselt. Der aktuelle heisst Scott Parker und ist etwas mehr als eine Woche im Amt. Er war damals der Captain, der die Spieler über Magaths Zukunft abstimmen liess. (baz.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.03.2019, 23:00 Uhr // BAZ & TAGI

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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon Julio Grande » 11.03.2019 13:51

was für eine Pussy
Das Schlimmste, was einem im Leben passieren kann, ist, in seiner Jugend eine Wette zu gewinnen.

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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon Luigi » 11.03.2019 16:02

Julio Grande hat geschrieben:was für eine Pussy

War auch mein erster Gedanke. Wort für Wort.

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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon appenzheller » 11.03.2019 22:23

Julio Grande hat geschrieben:was für eine Pussy

Kei Eier, Kay Voser?
go hard, or go home!

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Re: Pressespiegel Fussball allgemein

Beitragvon Zuschauer » 12.03.2019 06:35

Julio Grande hat geschrieben:was für eine Pussy
sehe ich nicht so. er ist ehrlich und steht zu dem, was vielen durch den kopf geht, wenn sie sich in so einer situation befinden.
stark!
http://www.youtube.com/watch?v=9BwES-DnXyg&feature=related


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